FLEIG AG
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FLEIG nennt sich selbst "Ihre Umzugsfirma in Basel: FLEIG, seit 1928", und die eigene Firmengeschichte auf der Website belegt das bis ins Detail: Namen, Daten und Adressen über beinahe ein Jahrhundert, nicht nur ein Gründungsjahr in der Fusszeile. Das lohnt sich zu lesen, weil es zeigt, wie ungewöhnlich verzweigt die Geschichte dieses Betriebs tatsächlich ist, mit Firmenspaltungen, einem Todesfall in der Gründerfamilie und mehreren Umzügen des Umzugsunternehmens selbst.
Von der Kohlehandlung zur Umzugsfirma
1928 gründeten die Brüder Albert sen., Eugen und Paul Fleig in Basel die Firma Albert Fleig Transporte neu. Weil sich die Zügeltermine damals vor allem auf die Umzugsquartale konzentrierten, also Ende März, Juni und September, handelte die junge Firma laut eigener Chronik zusätzlich mit Kohle und anderem Brennmaterial, um das Geschäft übers Jahr zu verteilen. Jeder der drei Brüder besass einen eigenen Lastwagen und arbeitete auf eigene Rechnung; die Mutter Anna Fleig-Amann war als Disponentin tätig, der Vater Franz Fleig-Amann unterstützte bei Umzügen und im Brennstoffhandel. Der Fuhrpark stand damals an der Hegenheimerstrasse in Basel.
Die Firmengeschichte ist danach alles andere als geradlinig. 1940 wird die erste Fleig AG gegründet, mit vier Lastwagen der Marken FBW, Saurer, Chevrolet und International. 1942 macht sich Albert Fleig nach Unstimmigkeiten unter den Brüdern selbstständig und gründet die separate Firma Albert Fleig Möbeltransporte. 1951 stirbt Albert Fleig sen. unerwartet; sein Sohn Hans Rudolf Fleig übernimmt im Alter von 23 Jahren die Geschäftsführung, und die Einzelfirma heisst fortan A. Fleig Wwe. 1955 tritt der 22-jährige Peter Fleig als gleichberechtigter Partner ein, worauf der Betrieb als Kollektivgesellschaft unter dem Namen A. Fleig Söhne firmiert. Erst 1981 entsteht daraus die heutige FLEIG AG, gegründet von Hans Rudolf und Peter Fleig.
Ein Standort seit 1973, ein zweiter in Basel
1973 kauft die Firma ein Grundstück im damals kaum erschlossenen Industriegebiet Kägen in Reinach und baut dort eine Lagerhalle an der Sternenhofstrasse 2. 1984 folgt ein Erweiterungsbau mit zusätzlichem Möbellagerraum, dessen Lager laut eigenen Angaben mit speziell konzipierten, stapelbaren Gittercontainern ausgerüstet wird. 1996 werden die bisherigen Büros an der Blotzheimerstrasse 11 und die Fahrzeuggaragen an der Blotzheimerstrasse 16 in Basel aufgegeben und ins umgebaute Reinacher Gebäude verlegt; die Administration zieht damals separat nach Basel-Stadt um. Heute nennt die Kontaktseite zwei Adressen: Sternenhofstrasse 2 in Reinach BL für Kontakt, Packmaterial, Barzahlungen und das Möbellager, und einen zweiten Standort mit Postleitzahl 4052 für die Administration in der Stadt Basel selbst, jeweils mit eigener Telefonnummer. Wer Packmaterial abholen oder zurückbringen will, kann das laut Website ausschliesslich am Standort Reinach tun, und nur nach vorheriger Terminvereinbarung.
Die vierte Generation ist inzwischen im Betrieb angekommen: Marc Fleig, Sohn von Albert Fleig jun., trat 2009 definitiv in die Firma ein und wurde 2017 Mitglied des Verwaltungsrats, im selben Jahr, in dem Albert Fleig aus Geschäftsführung und Verwaltungsrat ausschied. 2020 trat auch Felix Fleig als Verwaltungsratspräsident zurück, bleibt der Chronik zufolge aber Mitglied des Verwaltungsrats und weiterhin in der Firmen-Administration tätig. Zwei technische Meilensteine erwähnt die Firma explizit: 1975 setzte sie als erste Umzugsfirma in Basel einen zweckoptimierten Dachdeckerlift als Umzugs-Fassadenlift ein, und 1992 führte sie die elektronische Datenverarbeitung in der Administration ein, was die eigene Chronik als eine der ersten Anwendungen dieser Art bei einem Schweizer KMU bezeichnet.
Was FLEIG heute anbietet
Das Kerngeschäft gliedert sich in Privatumzüge, Firmenumzüge, Möbeltransporte sowie Räumungen und Entsorgungen, dazu ein Sortiment an Umzugskartons und Packmaterial und ein Angebot an Spezialumzügen. Vor jedem besichtigten Umzug bietet FLEIG laut eigener Aussage eine kostenlose Umzugsberatung vor Ort an, um die Kosten auf eine verlässliche Grundlage zu stellen. Bei besichtigten Umzügen garantiert die Firma die offerierten Kosten, benötigt sie effektiv weniger Zeit, wird nach eigener Aussage nur die tatsächliche Arbeits- und Wegzeit verrechnet. Zur Umwelt äussert sich FLEIG ebenfalls konkret: Über das Programm Clean Advantage und in Zusammenarbeit mit Climeworks kompensiert die Firma die Fahrzeugemissionen durch Investitionen in zertifizierte Klimaschutzprojekte in den Bereichen erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Wiederaufforstung.
Das eigene Möbellager in Reinach BL, ein paar Kilometer südlich von Basel, umfasst laut Website über 2000 Quadratmeter. Die Lagerräume sind nach eigener Beschreibung gut belüftet, im Winter beheizt und mit einer Insektenschutzanlage ausgerüstet. Eingelagert wird in Gittercontainern unterschiedlicher Grösse, die von einzelnen Möbelstücken bis zu ganzen Wohnungs- und Geschäftseinrichtungen reichen. Das Lagergeld wird pro Kubikmeter und tagesgenau berechnet, bei längerer Einlagerung stellt FLEIG die Rechnung quartalsweise zu. Der Lagervertrag läuft unbefristet und kann innerhalb von 48 Stunden gekündigt werden; Zugang zum eigenen Lagergut erhalten Kundinnen und Kunden nach einer Voranmeldung von mindestens 2 Tagen, nicht spontan vor Ort.
Ein Fuhrpark aus mehreren Marken
Für Umzüge setzt FLEIG nach eigenen Angaben luftgefederte Lastwagen der Marken MAN und Iveco sowie Mercedes-Lastwagen und Peugeot-Boxer-Transporter ein, ergänzt durch mehrere Fassadenlifte für schwere oder sperrige Gegenstände in höher gelegenen Stockwerken, unter anderem von den Herstellern Klaas und Böcker. Die eigene Fahrzeuggalerie zeigt Beispiele von einem Mercedes Atego aus dem Jahr 1998 bis zu einem 2025 gelisteten Fahrzeug, was auf einen über die Jahre laufend erneuerten Fuhrpark schliessen lässt; eine Gesamtzahl der aktuell im Einsatz stehenden Fahrzeuge nennt die Seite nirgends, weshalb sich daraus keine Flottengrösse ableiten lässt.
Was die Website nicht sagt
FLEIG veröffentlicht keine Preisliste und keine Stundenansätze; jede Offerte setzt laut eigener Beschreibung eine kostenlose Besichtigung vor Ort voraus. Auch zur Grösse der Belegschaft oder zur Zahl der tatsächlich im Einsatz stehenden Fahrzeuge äussert sich die Seite nicht mit einer nachprüfbaren Gesamtzahl, obwohl die Firmenchronik zahlreiche Familienmitglieder mit Namen und Eintrittsdatum nennt. Wer eine schriftliche Zusage zu Wartezeiten in der Hochsaison sucht, findet auch dazu nichts Konkretes; einzig die Geschäftszeiten von Montag bis Freitag sind klar mit 8 bis 12 Uhr und 13 bis 17.30 Uhr angegeben.
Für wen sich FLEIG eignet
Wer in Basel oder der angrenzenden Region wohnt und Wert auf einen alteingesessenen Betrieb mit nachvollziehbarer, öffentlich dokumentierter Geschichte legt, findet bei FLEIG einen der ältesten Anbieter im Raum Basel überhaupt: Die eigene Chronik reicht lückenlos bis 1928 zurück und wird seither von derselben Familie über vier Generationen weitergeführt. Das hauseigene Möbellager mit klaren, wenn auch nicht ganz kurzfristigen Zugangsregeln macht die Firma zusätzlich für Zwischenlagerungen interessant, etwa bei einer Lücke zwischen Auszug und Bezug der neuen Wohnung. Wer dagegen einen sehr kurzfristigen, unkomplizierten Kleinumzug ohne vorherige Besichtigung sucht, wird mit dem Beratungsprozess von FLEIG weniger schnell fündig, weil die Firma die kostenlose Vor-Ort-Besichtigung explizit zur Voraussetzung für eine verlässliche Kostengarantie macht. Für alle anderen, insbesondere für Familien und Firmen mit einem klassischen Wohnungs- oder Büroumzug in der Region Basel, liefert die 4.7 von 5 Sternen aus 57 Google-Bewertungen, die FLEIG auf der eigenen Website ausweist, ein zusätzliches, nachprüfbares Signal dafür, dass das Versprechen aus fast einem Jahrhundert Firmengeschichte im Alltag auch eingelöst wird.