Bruno Röllin AG

Riedthofstrasse 192, 8105 Regensdorf · seit 1972

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Die Bruno Röllin AG nennt sich selbst "die Nr. 1 im Entsorgen" für Regensdorf und Zürich, und die eigene Firmengeschichte liefert dafür ungewöhnlich viele Belege: eine lückenlose Zeitleiste von der Gründung 1972 als Kollektivgesellschaft bis zu einer eigenen Photovoltaikanlage, die seit 2018 einen Teil des Betriebsstroms liefert. Anders als viele Firmen in dieser Kategorie ist Röllin kein reiner Räumungsdienstleister, sondern ein "regionales Entsorgungs- und Recyclingunternehmen mit angegliedertem Transportunternehmen, Sortierwerk und Rohstoffhandel", das Räumungen als eine von vielen Sparten anbietet.

Was es ist

Gegründet wurde das Unternehmen 1972 als Kollektivgesellschaft "Walter Röllin & Sohn" mit dem Betriebszweck Bauwirtschaftstransporte sowie gewerbliche und kommunale Entsorgung. 1981 wandelte sich die Firma in eine Aktiengesellschaft um. Der eigene Firmensitz liegt an der Riedthofstrasse 192 in Regensdorf, mit einem Entsorgungszentrum, das laut Website Montag bis Freitag von 06:30 bis 19:00 Uhr und samstags von 08:00 bis 16:00 Uhr geöffnet ist. Neben der Kernentsorgung führt die Firma ein eigenes Autohaus mit Garage und Pneuhaus unter der Marke Auto-Röllin, mit eigener News-Rubrik zu Themen wie einer neuen Dometic-Servicepartnerschaft, ein Retail-Geschäft namens RetroMarkt für gebrauchte Materialien, sowie einen Winterdienst und technische Dienste für den Rückbau von Anlagen. Diese Bandbreite an Geschäftsfeldern, von der Fahrzeugwerkstatt bis zum Ingenieurbüro für Altlastensanierung, geht deutlich über das hinaus, was eine reine Räumungsfirma normalerweise anbietet.

Was es bietet

Für Räumungen speziell nennt die Website Wohnungen und privat genutzte Gebäude, Keller und Garagen, Firmen- und Unternehmensgelände, Bauernhöfe und landwirtschaftliche Betriebe sowie Schrebergärten und Grünanlagen, mit dem selbstformulierten Motto "Wir können überall und alles räumen". Als konkretes Beispiel nennt die eigene Räumungsseite eine Räumung des Firmenareals in Niederweningen. Der Ablauf beginnt laut Website mit einer kostenlosen und unverbindlichen Erstbesichtigung, gefolgt von einem massgeschneiderten Angebot; die Objekte werden nach eigener Aussage besenrein und, bei Grundstücken, nach individueller Vereinbarung übergeben. Über die reine Räumung hinaus deckt Röllin auch die fachgerechte Entsorgung von Sonderabfällen sowie auf Wunsch den kompletten Rückbau technischer Anlagen ab, sodass laut eigener Darstellung kein zweiter Partner für die Entsorgung nötig ist.

Was auffällt

Die eigene Firmengeschichte listet Meilensteine bis ins Detail: 1974 kam der Bereich Rückbau und Demontage dazu, seit 1998 unter dem Namen "Technische Dienste" geführt. 1980 folgte ein eigenes Rolltainer-System für Transporte auf Strasse und Schiene, 1982 das "Rollcycling"-Entsorgungssystem für Gemeinden und Betriebe. 1989 stieg die Firma ins Engineering ein und beschäftigt seither eigene Ingenieure für Rückbau- und Altlastensanierungen. 1996 eröffnete der erste RetroMarkt unter dem Motto "Wiederverwenden statt Wiederverwerten". Bereits 1999 beschreibt die Firmengeschichte einen Wachstumsschub mit 60 Mitarbeitenden, 45 Fahrzeugen vom Lieferwagen bis zum "40-Tönner" und über 1000 Klein- und Grosscontainern, ein historischer Meilenstein und keine aktuelle Grössenangabe. 2012 verbreiterte die Firma laut eigener Chronik die Zufahrtsstrasse zum Entsorgungszentrum um rund 3 Meter, um dem steigenden Verkehr und grösseren Lastwagen gerecht zu werden, 2014 folgte der Ausbau der eigenen Werkstatt um 2 neue Hebebühnen und einen Bremsprüfstand. 2018 ging eine eigene Photovoltaikanlage in Betrieb, die laut Website auf rund 4300 m2 Fläche einen kalkulierten Ertrag von 750'000 kWh liefert und damit, nach eigener Angabe der Firma, rund 350 Schweizer Haushalte versorgen kann, mit Einspeisung überschüssigen Stroms ins öffentliche Netz. Ein technisches Detail aus der eigenen Produktpalette: Der elektrische Treppensteiger "Steprider" transportiert schwere Güter bis 400 kg über jede Treppe, wie eine eigene Unterseite eigens beschreibt.

Wie es organisiert ist

Die Website gliedert sich in die Hauptbereiche Entsorgung, Mulden, RetroMarkt, Technische Dienste, Transporte und Garage, dazu ein eigener News-Blog mit aktuellen Beiträgen. Ein Beitrag vom Juli 2026 erklärt konkret, warum E-Zigaretten nicht in den Hauskehricht gehören, weil sie Elektronik, Batterien und Flüssigkeiten enthalten, ein anderer beschreibt, wie Picknick-Einwegartikel wie Grillschalen, PET-Flaschen und Aludosen richtig getrennt werden. Das sind spezifische, alltagsnahe Ratgeberthemen statt allgemeiner Umweltfloskeln, auch wenn sie eher der Kundenbindung als der eigentlichen Räumungsdienstleistung dienen. Der RetroMarkt-Shop verkauft laufend gebrauchte Materialien direkt online, etwa einen Spindschrank oder Leimholzplatten, wechselnd je nach aktuellem Warenbestand. Für Kleinmengen betreibt Röllin zusätzlich eine 24-Stunden-Aussensammelstelle, seit 2016 im Angebot, an der Wertstoffe unabhängig von den regulären Öffnungszeiten abgegeben werden können.

Was es kostet

Für Räumungen nennt die Website keine Preisliste, keinen Stundensatz und keinen Quadratmeterpreis, sondern verweist konsequent auf die kostenlose Erstbesichtigung, aus der ein individuelles Angebot entsteht. Einzig im RetroMarkt-Onlineshop sind einzelne Gebrauchtwaren mit festen Verkaufspreisen ausgezeichnet, die sich aber laufend nach Warenbestand ändern und nichts über die Kosten einer Räumung aussagen.

Wie es sich einordnet

Gegenüber einem reinen Räumungsbetrieb bringt Röllin den Vorteil eines 1972 gegründeten, seit über 50 Jahren gewachsenen Gesamtunternehmens mit eigenem Sortierwerk, eigenem Rückbau und eigenem Fuhrpark mit, statt einer Räumungsfirma, die für Entsorgung oder Spezialtransporte auf externe Partner angewiesen ist. Das zeigt sich konkret am RetroMarkt, der brauchbare Gegenstände direkt weiterverkauft, statt sie zu entsorgen, und am eigenen Ingenieursteam für komplexere Rückbauprojekte. Wer eine reine Wohnungsräumung ohne Rückbau- oder Industriehintergrund sucht, bekommt bei Röllin dieselbe Leistung wie bei einer spezialisierten Räumungsfirma, zahlt dafür aber möglicherweise für die Infrastruktur eines deutlich grösseren Betriebs mit.

Für wen es passt

Am besten passt Röllin zu Kundschaft in Regensdorf und der Region Zürich, die neben einer klassischen Haushalts- oder Firmenräumung auch komplexere Fälle wie den Rückbau technischer Anlagen, Sonderabfälle oder eine grössere Betriebsauflösung abdecken lassen möchte, wie es das Beispiel Niederweningen zeigt. Für kleinere, spontane Abgaben ausserhalb der Öffnungszeiten bietet sich zusätzlich die 24-Stunden-Sammelstelle an. Wer stattdessen lediglich eine einzelne Zimmerwohnung ohne besondere Herausforderungen räumen lassen will, findet bei kleineren Spezialanbietern unter Umständen einen persönlicheren, aber weniger breit aufgestellten Ansprechpartner.

Das Fazit

Kaum ein anderer Anbieter dieser Kategorie dokumentiert seine eigene Entwicklung so lückenlos wie Bruno Röllin: von der Gründung 1972 über die Umwandlung zur AG 1981 bis zur eigenen Photovoltaikanlage 2018, mit konkreten Zahlen an jeder Station. Für eine Räumung bedeutet das vor allem eines: ein Betrieb, der seit über 50 Jahren am selben Standort besteht und die entsorgten Materialien direkt im eigenen Sortierwerk und RetroMarkt weiterverarbeitet, statt sie an Dritte weiterzureichen. Eine Preisliste gibt es dafür nicht, aber angesichts der dokumentierten Betriebsgrösse und der Bandbreite von der Wohnungsräumung bis zur Photovoltaikanlage ist das in dieser Kategorie eher die Regel als die Ausnahme, und wer sich vorab ein Bild von der Substanz hinter dem Angebot machen will, findet auf der Website mehr belastbare Details als bei den meisten Mitbewerbern.

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